Flip Chart: Agenda

Für die Darstellung von Abläufen, die Übersicht über die Struktur eines Tages oder den Aufbau eines Kurses oder Workshops eignen sich Flip Charts hervorragend. Man kann den Teilnehmer während des Tages durch den Ablauf mitnehmen. Ihm Sicherheit vermitteln, indem er durch einen Blick auf die Agenda jederzeit weiss, wo im Prozess er sich gerade findet. Durch aktives Bearbeiten der einzelnen Agenda-Punkten sieht der Teilnehmer jederzeit, welche Themen bereits bearbeitet wurden und was als nächstes angedacht ist.

Die meisten Agenden bestehen aus einer simplen Auflistung der zu behandelnden Themen/Punkte. Im Fall des von mir konzipierten Agile Bootcamps hatte ich mich entschieden, für die Darstellung der einzelnen Agendapunkte Bilder zu verwenden, da ein Bild schneller zu lesen ist, als geschriebene Worte.

Hinsichtlich Aufbau  wurde die Flip Chart selber in zwei vertikale Zonen unterteilt. Jede dieser beiden Zonen enthält als Inhalt den Ablauf eines halben Tags. Der Bereich zwischen den beiden Zonen wird für die Darstellung der Pause für das Mittagessen genutzt.

Jeder einzelnen Punkt der Agenda wurde durch ein typisches Bild dargestellt, dass den Inhalt des jeweiligen Agendapunkts kurz zusammenfasst. Durch diese Form der Darstellung soll der Betrachter einerseits neugierig gemacht werden auf das was noch kommt. Auf der anderen Seite soll das Bild ein Déjà-Vu erzeugen, wenn er Kursteilnehmer das Tagesgeschehen Revue passieren lässt.

Ein Pfeil gibt an, wo gerade man sich als Moderator, zusammen mit dem Team im Tagesablauf befindet.

 

Zeichentrickfilm digital erstellt

Meinen ersten, digital erstellten Zeichentrickfilm habe ich in auf dem iPad Pro gezeichnet. Hierbei kam die App Procreate von Savage Interactive Pty Ltd zum Einsatz.

Für die Herstellung des Zeichentrickfilms wurden zahlreiche Einzelbilder erstellt. Jedes dieser Einzelbilder wurde auf eine eigenen Layer gezeichnet. Zusätzlich wurde darauf geachtet, dass für jedes einzelne Bild die eigentliche Zeichnung und das dazu gehörige Coloring, resp. die Schattierung getrennt wurde.  Dies hatte zur Folge, dass jedes Bild seinerseits aus verschiedenen Schichten aufgebaut wurde.

Ein solcher Aufbau erleichtert Änderungen im Nachhin, da man nur den jeweiligen, betroffenen Layer überarbeiten oder neu erstellen muss und nicht das gesamte Bild. Die einzelnen, aus mehreren Layern bestehenden Bilder wurden im Anschluss als Image abgespeichert und in Magix Video Deluxe importiert. In dieser Videobearbeitungssoftware erfolgte das Schneiden und Vertonen der einzelnen Bilder zu obiger Filmsequenz.

 

Digitales Zeichnen/iPad Pro

Mit Kauf des neuen iPad Pro stellte sich für mich die Frage, ob digitales Zeichnen analogem Zeichnen nicht überlegen sei. Das erste grosse Hindernis bestand darin, eine geeignete App zu finden, die meiner Art zu zeichnen entspricht. Fündig geworden bin ich bei Procreate. Einer App, die Multi-Layering unterstützt, zahlreichen Stifte zur Verfügung stellt und einfachen Wechsel zwischen Stiftdicken und Farben ermöglicht. Auch wenn ich mich aktuell noch ein wenig schwer tue, so macht das Zeichnen mit iPad Pro, dem sensitive iPen und Procreate riesigen Spass. Bilder werden schneller fertig, da sich die einzelnen Schichten jederzeit editieren lassen, direkt in den verschiedensten Formaten exportieren lassen und so Zwischenstufen der Verarbeitung wegfallen, was sich positiv auf die Bildqualität auswirk.. Die grosse Sammlung an Stiften, Pinseln und anderen Zeichenwerkzeugen ermöglicht es, reale Stifte und deren Strichverlauf detailgetreu zu immitieren. So lassen sich neben Zeichnungen auf einfache Art und Weise auch Zeichentrickfilme erstellen.

Procreate:

Bei Prozente handelt es sich um eine Kreativ-App, die für ein mobiles Gerät entwickelt wurde. Mit diesem kompletten Werkzeugkasten für Künstler erschafft man wunderschöne Zeichnungen und inspirierende Gemälde, wo auch immer man gerade ist. Procreate bietet eine unerreichte Leinwandauflösung, 128 geniale Pinsel und ein umfangreiches Ebenensystem. Mit dem Wischfinger-Tool lassen sich die Farben für jeden Pinsel in Procreate verwischen. Dank der zahlreichen Effekte kann man den Bildern noch seine persönliche Note aufdrucken. Die hohen Auflösung der Leinwand in Procreate lassen Werke besonders groß ausdrucken. Ein auf A4 gezeichnetes und auf A1 ausgedrucktes Bild lieferte ein herausragendes Druckergebnis auf einem professionellen Printer.

In der Pro Version stehen einem auch zahlreiche Export-Funktionen zur Verfügung, die ihr Geld wert sind.

Weitere Infos finden sich auf der Homepage von Procreate.

Fazit:

Wer sich mit dem Gedanken trägt, sollte die Kombination aus iPad Pro, iPen und Procreate unbedingt austesten. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich danach wieder herkömmlichen Zeichenmethoden zuwenden wird, erachte ich aus meiner eigenen Erfahrung heraus als nicht gegeben, denn das Zeichnen beschleunigt sich in dieser Kombination ungemein und man erhält durch die Vielfalt der Werkzeuge unendliche, neue Gestaltungsmöglichkeiten.

 

Flip Chart: Starfish

Beim Starfish (Seestern) handelt es sich um eine Methode, die ich in meiner Rolle als Scrum Master/Agile Coach kennen gelernt habe. Den  Teilnehmern einer Retrospektive werden verschiedene Brillen angeboten, durch die sie eine Zeitspanne kritisch Revue passieren lassen können.

Für die Visualisierung des Starfish wurde ein Seestern verwendet, bei dem jeder der Arme eine der verschiedenen Brillen/Perspektiven darstellt.

Der Input der Teilnehmer wird von diesen auf Post-Its notiert und anschliessend auf der Flip Chart auf dem entsprechenden Arm des Seesterns angebracht.

Hierbei ist darauf zu achten, dass die Arme breit genug gezeichnet werden, damit genügend Fläche auf der Flip Chart vorhanden ist, auf die die Teilnehmer ihre Post-Its pinnen können.

Für die Umrandungen wurden Neuland Moderationsstifte verwendet, die Kolorierung erfolgte mittels Wachskreide.

Flip Chart: Teilnehmer Begrüssung

Beim Agile Bootcamp handelt es sich um einen Workshop, in dem ich Teilnehmern das agile Mindset näher bringe und es ihnen ermöglichen, zu erleben, was es heisst, ein Projekt agil voranzutreiben. Für die Begrüssung der Teilnehmer des Workshops Agile Bootcamp hatte ich nachfolgende Flip Chart gestaltet.

Aufbau der Flip Chart:

Die Flip Chart ist in zwei Teile gegliedert. Einen oberen Teil mit dem Titel der Veranstaltung. Sowie einen unteren Teil, in dem die Willkommensbotschaft an die Teilnehmer platziert wurde.

Die Flip Chart soll so wirken, dass ein Blatt mit dem aktuellen Content (hier der Teilnehmerbegrüssung) in die Flip Chart der Veranstaltung geschoben wird. Dies wurde versucht durch Schattierungen darzustellen.

Als weiterführende Idee könnte man sich vorstellen, die Idee der beiden ineinander gesteckten Blätter auch praktisch umzusetzen. Hierzu müsste man unterhalb des Titels mit einem Cutter einen feinen horizontalen Schnitt machen. Den eigentlichen Content auf einem zweiten Batt visualisieren und durch den Schnitt schieben.

So könnten man den Hintergrund während eines Workshops beibehalten und den Inhalt dem jeweiligen Thema anpassen.

Materialien:

Für die Schrift wurde ein normale Moderationsstift mit Keilspitze verwendet. Die Prägnanz des Titels könnte noch gesteigert werden, indem man für den Text einen dickeren Stift verwendet. Hier würde sich BigOne von Neuland anbieten.

Material: Moderationsstifte

Für die Gestaltung meiner Flip Charts verwende ich in erster Linie die Moderationsstifte von Neuland (No. One) in den unterschiedlichsten Farben. Ausschliesslich solche mit Keilspitze, da sie mehrere Linienstärken zu lassen.    Für Blattumrundungen und Schatten im Aussenbereich, sowie Titeltexte kommt anstelle des No. One oftmals der BigOne zum Einsatz.

No. One in verschiedenen Farben:

BigOne in Schwarz:

Für Schattierungen kommen Moderationsstifte der Nr. 101 zum Einsatz.

 

Retrospektive: Was ist das?

In agilen Umfeldern finden regelmässig Retrospektiven statt.   Hierbei handelt es sich um Team-Meetings, deren zentraler Kern darin besteht, aus der Vergangenheit zu lernen und sich selber, das eigenen Team und die Prozesse in denen man sich befindet, kontinuierlich zu verbessern. Gut strukturierte Retrospektiven sind in fünf Schritte unterteilt:

  1. Set the Stage: Die Phase des Meetings, in der das Team zusammen kommt, sich auf die anstehende Retrospektive einstimmt und eine gemeinsame Basis schafft.
  2. Gather Data: Daran schliesst sich die Phase der Themensammlung an. Die Mitarbeiter werden dazu motiviert, die Themen zu benennen, über die im Rahmen der Retrospektive diskutiert werden soll.
  3. Generate Insides: Interativ werden in der dritten Phase die Themen gemäss ihrer Priorität bearbeitet und vertiefte Einsichten erarbeitet.
  4. Define Action: Für jedes vertieft bearbeitete Thema sind Massnahmen und Verantwortlichkeiten zu definieren, um einen Mehrwert aus der Retrospektive zu generieren.
  5. Closure: Der Abschluss der Retrospektive. Er dient dazu, die gerade durchgeführte Retrospektive zu reflektieren, einen würdigen Abschluss zu finden, um den Geist wieder auf die anstehenden Arbeiten zu lenken.

Während meiner Zeit als Scrum-Master und Agile Coach hatte ich sehr stark visuelle Elemente eingesetzt, um die Teilnehmer durch die einzelnen Phasen zu führen und bestimmte Resultate zu erzielen. Die hierzu verwendeten Visualisierungen werden ebenfalls im Rahmen des Blogs vorgestellt, da sie auch in anderen Veranstaltungen und Meetings zur Anwendung kommen können.

Anmerkung zu Material-Empfehlungen

In Blog Visual Bootcamp werden verschiedene Produkte und Materialien erwähnt oder empfohlen. Hierbei handelt sich nicht um versteckte Produkt-Platzierungen. Es werden ausschliesslich Produkte und Materialien  vorgeschlagen, von denen ich restlos überzeugt bin und die bei der Entstehung meiner Arbeit zur Anwendung kommen.

Häufig finden sich im Internet günstiger Produkte, die aber nicht immer die gleiche Qualität aufweisen.  Dennoch spricht nichts dagegen, diese zu erwerben und eigenen Erfahrungen zu machen. Denn nicht jeder Stift muss von jedem als gleich bequem und geeignet empfunden werden. Hier spielen sehr stark die eigenen Vorlieben und Fähigkeiten eines Einzelnen mit hinein.

Falls ein Leser meines Blogs jedoch besser Alternativen zu den vorgestellten Produkten finden sollte, wäre ich dankbar, darüber informiert zu werden, damit ich diese für meine Arbeit testen kann.